Pflanzen Bio-Aufsatzfilterbecken

Das System läuft jetzt seid August 2015. Zuvor hatte ich den größtem Außenfilter eines Namenhaften Herstellers im Einsatz, der mich aber nicht vollkommen überzeugt hat, trotz seiner angegebenen Filterleistung. Zusätzlich lief auch eine Innenfilterkammer die von der Größe optimal auf meine Beckengröße angepasst wurde.
Aber mein Ziel ist es immer etwas zu optimieren…
Ich habe mich lange und viel mit der Thematik beschäftigt, viel nachgelesen in Büchern und im Internet.
Ich habe nichts neu erfunden, lediglich bereits vorhanden Umsetzungen (Blumenkasten-Filter) die es gibt nach meinen Vorstellungen etwas optimiert.
Es fing alles mit einer Zeichnung an und einigen Gesprächen mit einem Aquariumbauer, zwecks Größe und der Berücksichtigung der Statik des Hauptbeckens.
Ich habe das Filterbecken bewusst ohne fest eingeklebten Kammern gewählt, da ich variabel bleiben wollte was die Durchflussregelung betrifft. Bei der weiteren Planung habe ich Matthias Kählig von der Panta Rhei einbezogen (Danke nochmals dafür), da die Panta Rhei im Bereich naturnahe Biotop-Aquaristik „die“ Adresse ist in Europa.
Und Tatsächlich wäre ich niemals darauf gekommen einen Ficus Benjamini in meine Planung einzubeziehen. Ebenfalls eine Pflanze die optimal die Nitrate aus dem Wasser zieht. Bei der Wahl der Pflanzen sollte man darauf achten, das man diese auswählt die bereits in Hydrogranulat oder ähnlich im Fachhandel verkauft werden, da diese eine optimale Freiwurzelbildung haben. Ein netter Nebeneffekt ist der, das man die Pflanzen nicht mühselig von der Erde befreien muss die meistens auch sehr stark mit Düngern versetzt ist. Bei der Wahl wie setze ich die Pflanzen ins Filterbecken ein, habe ich ein Lavagranulat gewählt, was ebenfalls für seine positiven Filtereigenschaften bekannt ist. Realisiert habe ich es dann mit herkömmlichen Pflanzkörben aus dem Teichbedarf, Pflanzen rein und mit dem Granulat (ca. 3-5mm) aufgefüllt. Mit der Umsetzung dieser Körbe kann man dann auch ganz gut  die Wurzelbildung im Filterbecken unter Kontrolle halten, da diese sonst zu einer Verdichtung des Filtersystems führen könnten. Desweiteren habe ich dann noch Filtersäcke mit dem Filtermedium AquaRocks (eugentlich für die Filterung an Teichen vorgesehen) ausgewählt. Dieses ist ein Hochleistungsfiltermedium mit einer sehr guten Struktur und Backterienberfläche. Dann noch Korallenbruch was zu einem stabilen PH Wert beiträgt. Diesen sollte man aber in Abständen austauschen da er an Wirkung verliert. Dann noch etwas Filterwatte, und somit auch die Schwebeteilchen Filterung gewährleistet.
Das Filterbecken was im Aquarium platziert ist, nutze ich ebenfalls weiterhin. Diesen nutze ich als Vorfilterkammer in der ich Zeolith und einen Filterschwamm platziert habe. Somit ist auch die Oberflächenreinigung gewährleistet. Über diese Kammer wird das Wasser in das Aufsatzfilterbecken gepumpt.

Aber weitere Komponenten spielen bei der optimalen Filterung und Umwälzung des Beckens eine große Rolle…
Im Becken selbst sorgen 2 Strömungspumpen Panta Rhei Hydro Wizard ECM 42, die auf unterschiedlichen Höhen rechts und links positioniert sind, für eine optimale Zirkulation und Umwälzung. Diese sind nochmal mit passenden Vorfilterschwämmen ausgestattet. Der Vorteil dieser Strömungspumpen ist, das sie eine laminare Strömung erzeugen, und nicht wie bei den meisten auf dem Markt erhältlichen eine turbulente Strömung die auf halber Strecke verwirbelt und deswegen natürlich an Strömungskraft verliert. Ohne diese wäre das System nicht halb so gut. Das hat sich bei dem Einsatz mit anderen Pumpen bei den Verwirbelungen von Dreck und Ausscheidungen gezeigt.

Deswegen kann ich aus meiner Erfahrung sagen, das diese Art der Filterung mit einer der besten ist die ich bisher hatte. Die Wasserqualität und Wasserwerte sprechen für dieses System.

Wassertemperatur: 25-27°C
PH: 8.32
NO3: ~10mg/L
NO2: 0mg/2
GH: >7°d
KH: ~15-16°d
CI2: 0

Einen kleines Becken was ich nach dem  selben Prinzip geplant und bauen lassen habe, läuft ebenfalls erfolgreich seid längerer Zeit.